Fahrrad

fahrrad_423099_web_R_by_G�nter Havlena_pixelio.deRadfahren ist die ideale Möglichkeit, um emissionsfrei mobil zu sein. Im Stadtverkehr ist das Rad bei Strecken bis zu 5 Kilometer das schnellste Verkehrsmittel. Wer Rad fährt tut nicht nur etwas für die Umwelt, sondern auch für seine Gesundheit. Damit noch mehr Menschen das Rad (auch) als Alternative zum Auto nutzen, muss von Seiten der Politik aber noch einiges verbessert und getan werden.

E-Bike-Leasing für Mitarbeiter

Schwan Stabilo bietet ihren Mitarbeitern die Möglichkeit des E-Bike-Leasing – ein gutes Beispiel! Lesen Sie den ganzen Presseartikel >hier.

Radweg Uttenreuth – Marloffstein

Nach erfolgreichen Grundstücksverhandlungen wird voraussichtlich im Herbst 2017 mit dem Bau des Radweges von Uttenreuth nach Marloffstein begonnen. Das Tiefbauamt des Landkreises Erlangen-Höchstadt stellte uns freundlicherweise die Pläne des Radweges, der von Uttenreuth kommend auf der linken Seite der Kreisstraße verlaufen wird, zur Verfügung.
> Lageplan 1
> Lageplan 2

Esther Schuck – Fahrradbeauftragte von Uttenreuth

Die erste Vorsitzende der Bürgerinitiative, Esther Schuck, wurde im Mai 2017 vom Gemeinderat Uttenreuth zur ehrenamtlichen Fahrradbeauftragten ernannt.

Sie wird sich für die Förderung des Radverkehrs einsetzen und z.B. bei der Sanierung der Staatsstraßen in Uttenreuth und Weiher die Interessen der Radfahrer vertreten. 

Darüber hinaus wird sie sich aber auch für die Anliegen der Fußgänger engagieren.

Mannheim – fahrradfreundliche Stadt

Im Jahr 2010 hat Mannheim ein 21-Punkte Programm verabschiedet mit dem Ziel eine fahrradfreundliche Kommune zu werden.
Im Rahmen unserer BI-Exkursion 2017 nach Mannheim unternahm am Sonntag, 19.03.2017 eine Gruppe von uns eine Radtour durch Mannheim, um sich besonders interessante Punkte in der Radinfrastruktur anzusehen.

Wolfgang Schuy vom BUND erwartete uns am Bahnhof, wo wir mit Nextbike-Rädern ausgestattet 2 Stunden durch die Stadt radelten.

Immer wieder blieben wir stehen und bekamen fachkundige Informationen zu Ampelschaltungen, gelungenen Querungen oder innovativen Radwegen.

Besonders interessant waren breite Fahrspuren, die als Radwege gekennzeichnet und gleichzeitig von Bussen als Busspuren genutzt wurden.
Die Linienbusse dürfen die Radfahrer überholen und in der Praxis funktioniert anscheinend die gemeinsame Nutzung der Verkehrsfläche ohne Probleme – ein für uns neue Möglichkeit für Radwege.

Wir danken Herrn Schuy sehr herzlich, dass er sich die Zeit genommen hat und sich extra für uns so umfassend auf diese Info-Radtour vorbereitet hat. Wir bekamen einen guten Eindruck von den Bemühungen der Stadt Mannheim, noch fahrradfreundlicher zu werden. Das Ziel, den Radfahreranteil auf 25% im Modal Split zu steigern, wird kontinuierlich evaluiert (21-punkte-programm).

Am Sonntag Nachmittag fuhren wir mit vielen positiven Eindrücken und Anregungen im Gepäck nach Erlangen zurück. Eine rundum gelungene Exkursion, bei der die Bahnanschlüsse, trotz kurzer Umsteigezeiten, funktionierten und das Wetter besser als angekündigt war.

Umfrage des Verkehrsministers

Ende 2015 fragte das bayerische Innenministerium die Radler/innen nach ihren Wünschen und Bedürfnissen. Eine Zusammenfassung der Auswertung kann online nachgelesen werden:

Radumfrage des Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr

Insgesamt gingen 8.237 Rückmeldungen ein, 57,5 % nutzen ihr Rad jeden Tag, 76,5 % fahren bei jedem Wetter,
Bei der Frage, welche Aspekte für die eigene Fahrradnutzung wichtig sind, lag an erster Stelle „Radwege, Radwegenetze“. 86,6 % halten dies für „sehr wichtig“ bzw. „wichtig“. An zweiter Stelle lagen „Abstellmöglichkeiten für Fahrräder“ mit 74,7 % gefolgt von „asphaltierten Radwegen“ mit 68,4 % und „Fahrradwegweisung, Beschilderung“ mit 68,2 %.

Es bleibt zu hoffen, dass im bayerischen Radverkehrsplan 2025 diese Wünsche berücksichtigt werden. Innenminister Herrmann hat in einer Pressemitteilung vom 22.3.2016 betont: „ …Umfrageergebnisse bekräftigen unsere Schwerpunkte bei der Entwicklung und dem weiteren Ausbau von Radverkehrsnetzen. Mein Ziel ist, dass wir bis zum Jahr 2025 einen Radverkehrsanteil von 20 Prozent am Verkehrsaufkommen haben”. Pressemitteilung des Bayerisches Staatsministeriums des Innern, für Bau und Verkehr

Radfahrer wünschen sich mehr und bessere Radfahrstreifen und Radwege. Es fehlt auch in unserer Region an systematisch geplanten Radwegenetzen, an Radwegen mit gutem Belag und Beleuchtung. Bei der Gestaltung  ist die Berücksichtigung der Sicherheit der Radfahrer oberstes Gebot. Ein guter Winterdienst ist auf den Strecken, die im Berufsverkehr genutzt werden, ein Muss.

Radschnellwege 

Der ADFC Erlangen hat Ende 2013 einen Vorschlag für ein Radwegeschnellnetz für die Metropolregion vorgelegt – Radschnellwege – ADFC .  Im Mai 2016 wurde eine Machbarkeitsstudie präsentiert, die vorschlägt, von 20 angemeldeten Routen 7 „planerisch zu vertiefen“ und möglichst auch zu bauen.  Einen ausführlichen Bericht finden Sie unter:
mit-25-sachen-durch-franken-radschnellwege

Beispiel Kopenhagen

Es gibt Städte, die ein gutes Beispiel dafür sind, dass gute Infrastruktur mehr Bürger dazu bringt, aufs Rad zu steigen. Allen voran natürlich Kopenhagen – das Paradies für Radler. 38% aller Wege werden hier mit dem Rad zurückgelegt, es gibt mehr Räder als Einwohner. Die Stadt Kopenhagen hat das ambitionierte Ziel bis 2050 eine CO2-neutrale Stadt zu sein, mit mehr Rädern und weniger Autos im Stadtbild. Und ist dabei auf einem guten Weg, wie das folgende Video zeigt:
Video: Fußgänger und Radverkehr in Kopenhagen

Radwege in der VG Uttenreuth

Die Bürgerinitiative setzt sich hier vor Ort für Verbesserungen für Radfahrer ein. Bei der Planung der Sanierung der Staatsstraße in Weiher hat Esther Schuck, Vorsitzende und Gemeinderätin in Uttenreuth, einen möglichst breiten Radweg gefordert. Das Staatliche Bauamt Nürnberg hat einem 3,25 m breiten kombinierten Fuß-und Radweg zugestimmt – der Bau soll 2017 erfolgen.
Ein Radweg von Uttenreuth nach Marloffstein ist schon seit Jahren in Planung – diese Strecke halten wir wegen der schnell fahrenden Autos für sinnvoll und hoffen auf baldige Verwirklichung.
Auch aus dem Landkreis-Osten sollte es gute Radwege von Neunkirchen Richtung Erlangen geben. Auf der einen Seite gibt es Bemühungen des Bürgermeisters von Uttenreuth, eine komfortable „Radachse“ von Dormitz Richtung Eisenstraße auf den Weg zu bringen (Querungshilfe auf der Dormitzer Staatsstraße Richtung Habernhofer Mühle und Querungshilfe direkt bei der Habernhofer Mühle über die Kalchreuther Straße sind erforderlich). Auf der anderen Seite ist es notwendig, die Situation für die Radfahrer entlang der Staatsstraße 2240 durch Weiher und Uttenreuth zu verbessern. Bei der Sanierung der Staatsstraße in Uttenreuth werden wir darauf drängen, dass es einen durchgehenden Radweg auf beiden Seiten der Straße geben muss. Im Zentrum von Uttenreuth, wo die Verkehrsfläche durch bestehende Bauten nicht so einfach erweitert werden kann, wird man einen Kompromiss mit den Autofahrern suchen müssen. Auf kurzen Abschnitten sind Radstreifen, die sich farblich von den Autofahrbahnen abheben, eine Möglichkeit. Ebenso fordert die Bürgerinitiative ausreichende Fahrradabstellanlagen bei den Bushaltestellen, aber auch bei den Geschäften.

Radfahrerzählung in Uttenreuth 2016
(Pressemitteilung vom 23.06.2016)

Wie viele Radfahrer durchqueren eigentlich täglich Uttenreuth?
Die Bürgerinitiative „Umweltverträgliche Mobilität im Schwabachtal“ wollte es wissen und führte deshalb eine Radfahrerzählung durch. Mit Hilfe von aktiven Mitgliedern konnte am Montag, 20.6. und Mittwoch, 22.6. zu den Hauptverkehrszeiten gezählt werden – und zwar an vier Punkten im Ort: an der Polizei, am VG-Rathaus, an der Brücke zur Büg und an der Indianerschlucht.
Morgens von 06:30 Uhr bis 08:30 Uhr und nachmittags von 15:30 Uhr bis 18:30 Uhr wurden die Radfahrer in Ost-und Westrichtung erfasst.
Die Ergebnisse sind interessant: Aus Richtung Weiher kommen morgens immerhin schon ca. 150 Radfahrer an der Polizei vorbei. Aus dem Ortsgebiet Uttenreuth stoßen viele Radler hinzu, sodass das VG-Rathaus im Durchschnitt schon morgens ca. 300 Radfahrer Richtung Erlangen passieren. Dazu kommen noch ca. 150 Radler, die am Rathaus Richtung „Zum Tennenbach“ und damit nach Spardorf abbiegen. An den beiden anderen Zählstationen „An der Büg“ und „Indianerschlucht“ wurden morgens jeweils ca. 100 Radfahrer in westliche Richtung erfasst.
Für Esther Schuck, Gemeinderätin und Vorsitzende der BI, bestätigt diese Zählung, dass die Infrastruktur für Radfahrer in Uttenreuth schnellstmöglich verbessert werden muss. “Am Mittwoch Morgen waren innerhalb von zwei Stunden ca. 450 Radfahrer auf der Staatsstraße Richtung Westen unterwegs. In Uttenreuth sind die Radwege teilweise zu schmal, in einem schlechten Zustand oder schlichtweg nicht vorhanden. Bei diesen ungünstigen Voraussetzungen ist die Anzahl der Radler, die wir gezählt haben, sensationell. Es ist vorstellbar, dass noch weit mehr Bürger das Fahrrad nutzen, wenn es eine gut ausgebaute und sichere Infrastruktur für Radler gibt. Das könnte auch den Individualverkehr in Uttenreuth reduzieren.
Ich hoffe, dass die Planungen für die Sanierung der Staatsstraße in Uttenreuth baldmöglichst beginnen werden. Dabei müssen die Bedürfnisse der Radfahrer ausreichend berücksichtigt werden.“

Weiterführende links:

VCD: VCD – Radverkehr

ADFC: ADFC-News

Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommunen: AgFK-Bayern


Foto: Günter Havlena / Pixelio

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