Ortsumgehung Dormitz

Die Bürgerinitiative engagierte sich im Jahr 2014 gemeinsam mit dem Bund Naturschutz und der Interessengemeinschaft der Landwirte gegen die geplante Umgehung Dormitz. Bei Trassenspaziergängen zeigten wir Bürgern den geplanten Verlauf der neuen Straße, konzipierten ein Flugblatt (link zum Flyer) und informierten über die Einwendungsmöglichkeiten.

Hier die Pressemitteilung der Bürgerinitiative nach dem Ende der Einwendungsfrist:

Mehr als 500 Einwendungen gegen die Umgehung Dormitz!
Ein stolzes Ergebnis! Ein großer Dank geht an alle aktiven Bürgerinnen und Bürger!

Nach Ende der Einwendungsfrist wurden bei der Regierung Oberfranken die eingegangenen Schreiben ausgewertet: es sind 497 private Einwendungen und mehr als 30 von Trägern öffentlicher Belange (wie z.B. Erlanger Stadtwerke, LBV, Bund Naturschutz etc.). Diese hohe Zahl zeigt deutlich, dass viele Bürger die geplante Umgehungsstraße durchaus kritisch beurteilen. Selbstverständlich wird die Notwendigkeit gesehen, den Durchgangsverkehr zu reduzieren, lärmarmer und sicherer zu machen. Aber viele Bürger zweifeln, ob diese neue Straße wirklich die erhoffte Entlastung für Dormitz bringt. Zumal sie die Grundproblematik des Pendlerverkehrs auf der gesamten Verkehrsachse von Neunkirchen bis Erlangen nicht löst. Deshalb hat auch der Gemeinderat Uttenreuth einstimmig gegen den Bau dieser Umgehung Dormitz gestimmt.

Kurz- bis mittelfristig könnten eine Verlagerung des Verkehrs auf die Mühlenstraße, ein Kreisverkehr an der Kreuzung der Staatsstraßen am geplanten Süd-Kreisel und Flüsterasphalt die Situation in Dormitz verbessern. Eine weitere Möglichkeit, alle Orte entlang der Staatsstraße noch mehr vom Durchgangsverkehr zu entlasten, ist ein besseres Angebot des ÖPNVs. Direktbusse zu den großen Arbeitgebern könnten mehr Bürger zum Umsteigen auf den öffentlichen Nahverkehr ermuntern. Derzeit wird im Verkehrsplanungsamt Erlangen in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Erlangen-Höchstadt intensiv an einer Optimierung des Busangebotes gearbeitet.

Darüber hinaus könnte das geplante Gewerbegebiet Langenau als Wohnbebauung  ausgewiesen werden, das brächte höhere Steuereinnahmen für die Gemeinde und mehr Fahrgäste für die gewünschte Stadt-Umland-Bahn, die platzsparender und lärmarmer durch Dormitz fahren würde, als dies je ein Bus leisten könnte.

Wie geht es nun mit dem Planfeststellungsverfahren weiter? Der Erörterungstermin wird frühestens im Herbst oder Winter 2015 stattfinden. Mit einem Planfeststellungsbeschluss ist bestenfalls im Frühjahr oder Sommer 2016 zu rechnen. Danach wird mindestens ein Klageverfahren gegen die Umsetzung des Bauvorhabens erwartet, wenn die Politik nicht vorzeitig den Baustopp erteilt.

Bund Naturschutz: http://www.forchheim.bund-naturschutz.de/ortsgruppen/9658-neunkirchen-am-brand-und-umgebung/aktuelles/brennpunkt/brennpunkt-ou-dormitz.html#c64497

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